Lanzarote 05. bis 12.03.2017
Ausarbeitung und Organisation der Reise: ich selbst
Reiseteilnehmer: Brigitte, Emma, Markus, Opa, Oma, Hans, Woife, Jupp, Kathrin, Johanna, Christoph und Andrea
Ort: Puerto del Carmen
Hotel: 3 Sterne Relaxia Lanzaplaya

1.Tag - Ankunft, Einradlen und Strand:

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A Radler :-)

 

Zur unchristlichen Zeit um dreiviertel 3 fuhren wir zum Flughafen in München. Emma war schon die ganze Woche krank und erholte sich wie bei einer Punktlandung, so dass wir fliegen konnten. Am Flughafen trafen wir die Anderen und gaben unsere Koffer ab. Dies zog sich ganz schön in die Länge. Knapp wurde es dann auch noch, als wir bei der Kontrolle ebenfalls ewig warten mussten. Es blieb nicht mehr viel Zeit um in den Flieger von Air Berlin zu steigen. Obwohl Emma nicht lange geschlafen hatte, war sie top fit und unterhielt den halben Flieger. Wir wurden in Lanzarote nach der Gepäckabholung schon vom Transferbus erwartet und zu unserer Unterkunft in Puerto del Carmen gebracht. Leider konnten wir unsere Zimmer im 3 Sterne Hotel Relaxia Lanzaplaya um 11 Uhr noch nicht beziehen. Wir gingen zum Essen und Jupp, Christoph, Hans, Woife und ich holten dann unsere Räder beim „Renner Bike“ ab. Am Nachmittag gingen Brigitte, Emma, Opa und Oma an den Strand und bummelten an der Uferpromenade. Wir hingegen kämpften gegen den Wind. So richtig vorwärts kamen wir nicht. Zuerst fuhren wir am Strand in Richtung Osten und dann ins Landesinnere. Über Costa Teguise ging es dann über einige Hügel bis nach San Bartolome und wieder zurück. Für die 57 Kilometer und 800 Höhenmeter benötigten wir fast 3 Stunden. Nach einer nötigen Dusche fielen wir über das Abendbuffet her. Emma war bratfertig und ging um 7 Uhr ins Bett. Am Balkon tranken wir noch gemütlich eine Feierabendhalbe bevor alle in den Betten verschwanden.

Route Day 1:

2.Tag (Markus) - Highway to Hell Radausfahrt

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Christoph in Action

 

Highway to Hell ist der richtige Ausdruck für unsere Radausfahrt. Zu fünft fuhren wir los und irgendwie wurden wir weniger. Aber mit Verlusten ist einfach zu rechnen. Als erster viel Hans weg, dem das Tempo nach San Bartolome zu hoch war. Wir kämpften gegen den verdammten Wind. Teilweise hatten wir bergab einen 18 er Schnitt am Tacho stehen. Wir wechselten uns im Wind ab und kamen immer weiter nach Norden. In Arrieta plünderten wir als erstes eine Tankstelle. Cola, Mars und Snickers hatten nichts zum Lachen. Von hier führte uns eine Serpentinen Straße durch ein grünes Tal. Je höher wir kamen desto mehr gelangten wir in die Wolken. Am höchsten Punkt hatten wir fast keine Sicht. Erst wieder bei der rasanten Abfahrt nach Teguise kam der blaue Himmel und die Sonne durch. Hier verabschiedete sich dann Christoph, der mit dem Magen Probleme hatte. Wir drei Übriggebliebenen fuhren an die Nordküste bis nach La Santa, um von dort in das Vulkangebiet des Nationalparks Timanfaya zu radeln. Wir kamen durch eine bizarre Mondlandschaft, die sehr sehenswert war. Über Uga ging es dann nach Puerto del Carmen zurück. Ich fühlte mich super und die 120 Kilometer incl. 1800 Höhenmeter drückte ich mit links runter. Gleich im Anschluss machten wir noch einen zwanzig minütigen Koppellauf, den ich in einer 4:18 er Pace zurücklegen konnte. So macht das Training Spaß. Die Liter Flasche Bier am Balkon hatte bei keinem was zu lachen…

Route Day 2:

2.Tag (Brigitte) - Inselrundfahrt

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Opa, Oma und Emma :-)

 

Nach dem Frühstück fuhren Emma, Opa, Oma und ich nach Playa Blanca bei herrlichem Wetter. Hier begutachteten wir den schönen Jachthafen und das Castillo de Las Coloradas. Wir fuhren weiter ins Vulkangebiet Timanfaya wo wir eine Busrundfahrt durch das Lava Naturschutzgebiet machten. Im Anschluss ging es zur Steilküste El Golfo und dann zum Sandstrand Papagayo, wo Emma wieder den größten Spaß im Sand hatte.

3.Tag - Es läuft weiter: Morgenlauf, Rad, Abendrun

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Live your Dreams :-)

 

Emma hielt uns schon ab 5 Uhr auf Trab, deshalb machte es auch nichts aus um 7 Uhr zum Morgenlauf bereit zu stehen. Zuerst liefen wir alle zusammen, aber nach 3 km gemütlichem Einlaufen gab ich Gas. 8 km gegen den Wind bis zur Inselhauptstadt Arrecife. Hier war nur eine 4.40 er Pace möglich. Zurück lief ich dann teilweise unter einem 4 er Schnitt. Das Frühstück schmeckte dann um so besser. Gleich danach fuhren Christoph, Hans, Brigitte und ich mit dem Rad zuerst nach Arrecife. Emma war bei Opa und Oma und Jupp und Woife versuchten ihre Schwimmkenntnisse im nahegelegenen Bad zu vertiefen. Wir genossen nach 25 km Rad ein Bier, Käse und Kartoffeln in der weißen Bergstadt Teguise. Nach der Radtour gingen wir mit Emma an den Strand. Die kleine Maus hatte den größten Spaß daran mich einzugraben. Habe ich schon mal erwähnt das ich Sand hasse. Um dem Tag einen guten sportlichen Abschluss zu verpassen, lief ich nochmals 7 km in einer 4:36 Pace. Das war nicht top, aber mehr war heute nicht mehr drin. Am Abend gingen wir zum nahegelegenen Iren um Burger zu essen, Guinness zu trinken und den 5:1 Bayern Sieg gegen Arsenal zu genießen…

Route Day 3:

4.Tag (Markus) - Ballern mit Woife 123 km 1700 Hm

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Hab ich Emma geklaut :-)

 

Heute ließen wir den Morgenlauf sausen. Eigentlich war ja Ruhetag angesagt, aber ein wenig Radfahren schadet sicher nicht. Jupp, Hans, Woife und ich fuhren in Richtung Playa Blanca in den Süden. Hans fuhr dann alleine weiter und wir radelten an der Ostküste bis nach El Golfo. Hier genehmigten wir uns eine Cola. Jupp fuhr dann zurück und Woife und ich sausten um nicht zu sagen ballerten durch den Nationalpark Timanfaya. Wir schenkten uns nichts und schon waren wir bei Traumwetter und ausnahmsweise wenig Wind an der Nordküste in La Santa. Unser nächstes Ziel war das gemütliche Städtchen Teguise. Hier gab nach 103 Kilometern kanarische Kartoffeln und 2 Bier. Die letzten 22 Kilometer mussten wir ja nur noch bergab rollen. Schon hatten wir am Ruhetag 125 Kilometer mit 1700 Höhenmeter Rad weggeballert. Ich ging dann noch zu meinen Mädels an den Strand und gemeinsam genossen wir das Abendessen.

Route Day 4:

4. Tag (Brigitte) - Rundfahrt und Strand

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Sand, Sand ...

 

Nach dem Frühstück holte ich den Mietwagen an der Station ab und schon ging es los zur 2. Etappe. Über San Bartolome´ ging es nach Tiagua, Tinajo und zu unserem ersten Stopp in La Santa. Bei den Sanddünen legten wir eine Pause ein und beobachteten die Windsurfer während Emma im Sand spielte und uns mit Sandkuchen fütterte. Danach ging es zu dem wunderschönen Örtchen Teguise das wir erkundeten und uns kurz stärkten. Auf der Rückfahrt über Arrecife fuhren wir etwas durch die Stadt und mit einem Einkaufsbummel in einem nahegelegenen Markt beendeten wir unsere Tour. Danach ging es noch an den Strand :-)

5.Tag - Early Bird Rad, Park & Trailrun

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Der frühe Vogel fäöngt die Sonne :-)

 

Der frühe Vogel fängt die Sonne. Um 7 Uhr fuhr ich mit meinem Drahtesel dem Sonnenaufgang entgegen oder so ähnlich. Auf jeden Fall machte das Radfahren in der Früh sehr viel Spaß und ich fühlte mich super. Es lief in diesem Familientrainingslager ganz gut für mich. Ich sauste mal wieder durch den Nationalpark Timanfaya und über Mancha Blanca zurück. Nach 2 Stunden hatte ich auch schon 50 Kilometer und knapp 800 Höhenmeter hinter mich gebracht. Gerade noch rechtzeitig konnte ich nach der Dusche zum Frühstücken gehen. Alle zusammen fuhren wir dann mit dem Bus zum Freizeitpark Rancho Texas Park. Der Eintritt war teuer, sogar für unsere 2 ½ jährige Emma mussten wir 18 Euro zahlen. Und so richtig wert war es der relativ lieblose Park nicht. Wir sahen eine Delfinshow mit viel zu kleinem Becken. 2 weiße Tiger, Schildkröten und Bisons. Für Emma und Johanna war aber der Spielplatz und der kleine Wasserpark viel wichtiger. Nach dem Besuch des Parks fuhren die Anderen mit dem Bus zurück und Jupp und ich wollten trailtechnisch den Hausberg von Tias besteigen. Wir liefen teilweise weglos und über steiniges und steiles Gelände bis wir nach knapp 1 Stunde auf dem 596 m hohen Vulkan Montana Blanca standen. Zuerst hatte ich Anlaufschwierigkeiten und musste dank Kreislaufprobleme eine Cola und ein Mars an einer Tankstelle nachtanken. Genauso weglos ging es auch wieder nach unten. Zurück im Hotel zeigte unsere Uhr 650 Höhenmeter und 16 Kilometer an. Passt doch und wir konnten beruhigt den Abend beim Essen und einem Bummel durch Puerto del Carmen ausklingen lassen…

Route Bike Day 5:

Route Run Day 5:

6.Tag - Morgenlauf und Sightseeing

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Brrr ist das Wasser kalt :-)

 

Um halb 8 Uhr traf ich mich mit Jupp und Christoph zum Autoholen Morgenlauf. Nach 13 Kilometern lockeren Morgenlauf holten wir unsere Seat Ibizas an der Abholstation. Zurück im Hotel frühstückten wir noch und eine Dusche war ebenfalls nötig. Danach ging es dann auf die große Reise. Jupp und Andrea fuhren separat und Oma, Opa, Johanna, Kathrin, Christoph, Emma, Brigitte und ich auf zwei Autos aufgeteilt. Unser erstes Ziel war der Kakteen Garten. Leider schliefen aber bis dahin unsere Mäuse, so dass wir unsere Reise über Haria fortsetzten. Am höchsten Punkt am Mirador de Haria hielten wir an um ein kühles Getränk und die Aussicht zu genießen. Leider war die Fernsicht dank dem gelben Saharawind etwas eingeschränkt. Weiter ging es dann über kleine Straßen vorbei am Mirador del Rio bis zum Küstenstädtchen Orzola. Hier aßen wir Fisch und ein Eis zu Mittag. Wir schlenderten am Hafen und spielten mit den Kleinen. Unser nächstes Ziel war Jameos del Agua. Ein von Cesar Manrique um einen Höhlensee mit seltsamen weißen Krebsen gestalteter Konzertsaal. Wir schlenderten durch die Höhle und Museum und in der Cafeteria kehrten wir kurz ein. Irgendwie verrann die Zeit wie im Flug. Zurück im Hotel waren wir erst um 18 Uhr. Brigitte und Emma sprangen noch in den Pool, bevor wir das Abendessen genossen.

7. Tag - Rad, Rad, Koppellauf, Open Water Swim

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Und wieder Timanfaya

 

Mein Wecker holte mich um kurz nach 6 Uhr aus den Federn. Ich hatte heute viel vor. Also packen wir es an. Um dreiviertel 7 saß ich auch schon auf dem Rad, obwohl es noch relativ dunkel war. Ich radelte in Richtung Süden zuerst mit Rückenwind. Langsam ging die Sonne auf. Das machte Spaß. Und wieder sauste ich durch den Timanfaya Nationalpark. Leider mit extremen Gegenwind. Ich kämpfte mich über die Straßen bis ich um 9 Uhr nach 50 Kilometern und 800 Hm zurück im Hotel war. Ich frühstückte kurz und startete gleich darauf mit Jupp und Woife die nächste Tour. Wir fuhren bis in den Süden nach Playa Blanca und von dort nach El Golfo. Jupp fuhr von dort wieder zurück und Woife und ich kämpften gegen den stärker gewordenen Wind durch den Timanfaya Nationalpark. Nach insgesamt über 6 Stunden Fahrt an diesem Tag, 143 km und 2100 Höhenmeter, kamen wir im Hotel an. Gleich nach der Radausfahrt brachte ich das Leihrad zurück und ballerte noch bei einem 5,3 km Koppellauf, so das der Rauch davon ging. 4:08 er Pace stand dann auf der Uhr. Nach der Radbelastung kann sich das sehen lassen. Brigitte radelte während meiner Abwesenheit nach Arrecife und Opa und Oma passten auf Emma auf und danach gingen alle im Pool schwimmen. Später trafen wir uns in einem Cafe und gingen dann gemeinsam an den Strand. Emma durfte mal wieder den Papa eingraben und im Sand spielen. Natürlich durfte dann auch eine Open Water Swim Einheit nicht fehlen. Nach dem Abendessen ließen wir den Urlaub bei einem Bier auf dem Balkon ausklingen.

Route Bike Day 7:

8.Tag - Heimflug

Um halb 7 Uhr standen wir auf und packten unsere Sachen zusammen. Um dreiviertel 8 wurden wir wieder von unserem gebuchten Bus abgeholt. Am Flughafen gab es beim Einchecken keine Probleme und um viertel nach 10 saßen wir auch schon im Air Berlin Flieger in Richtung Heimat…

Fazit:

Zum Organisieren war es für Winkltours etwas kompliziert und stressig im Vorfeld. Es war nicht einfach alle Sonderwünsche, Um – und Abbuchungen unter einen Hut zu bringen und die vielen Fragen zu beantworten, aber irgendwie klappte es dann doch. Auch stand es Spitz auf Knopf ob wir selbst fliegen konnten, da Emma noch bis einen Tag vor dem Urlaub krank war. Wir hatten auf Lanzarote großes Glück mit dem Wetter. Fast nur Sonne und so richtig angenehme Temperaturen, teilweise sogar über 30 Grad. Die Insel hat viel zu bieten, aber Teneriffa, La Palma und Gran Canaria sind schöner. Trainingstechnisch lief es bei mir super. Ich konnte die Radkilometer nur so runter spulen und auch lauftechnisch war einfach nur Ballern angesagt. Mein Trainingslager startete schon einen Tag vor dem Abflug mit einem Hirschensteintraillauf und der ersten Rennradtour in diesem Jahr. Insgesamt kam ich in 8 Tagen auf 595 Radkilometer, 79,1 Laufkilometer und 0,3 Schwimmkilometer. Trotzdem war für mich natürlich das Wichtigste, das meine Familie mit im Boot war. Dankeschön meine Mäuse !!!!

Hoffentlich beißt der nicht :-)

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