Madeira (Portugal) von 06. bis 20.08.2016
Emma, Brigitte und Markus on Tour
Selbstverpfleger Villa "Paraiso das Flores" westlich von Calheta
Day 1: Flug, Ankunft und Bezug der Villa
Day 2: Morgenberglauf, Pool, Rundfahrt, Fest in Prazeres
Day 3: Besteigung des höchsten Berges Madeiras, Pico Ruivo 1862m
Day 4: Hike with Kraxn und Trailrun + Waldbrände
Day 5: Das Feuer breitet sich aus und kommt gefährlich nahe
Day 6: Ohne Feuer im Westen - Schluchtentrail
Day 7: Baden, Levadawanderung + Trailrun 14,5 km
Day 8: Funchal + Dorffest Estreito da Calheta
Day 9: Wanderung von Cabo Girao 580 Hm ans Meer
Day 10: Wandern Sao Lourenco, Strand und Spielplatz
Day 11: Crazy Trails, Open Water Swim & Run mit Brigitte
Day 12: Park Tematico + Levada Wanderung
Day 13: Insel Porto Santo
Day 14: Inselmitte und Besteigung Pico Ruivo 1640 m
Day 15: Camara de Lobos, Monte und Heimflug

Flug nach Madeira:

1. Tag: Flug, Ankunft und Villa

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Der Urlaub war schneller da als ich dachte. Lag wohl auch daran das wir letzes Wochenende bis einschließlich Montag beim Bergsteigen waren, die Arbeitswoche im Flug verging und Emma am Freitag ihren 2. Geburtstag feierte. Irgendwie wurde es am Samstagfrüh etwas knapp mit dem Koffer packen, aber fast pünktlich saßen wir um kurz nach halb 10 im Auto nach München. Ich hatte das Parkhaus 5 direkt neben dem Terminal 1 reserviert, so gelangten wir schnell zum Check In von Air Berlin. So weit so gut, das klappte noch, aber beim Koffer abgeben kam das erste Problem. Der Flug war zwar relativ günstig, dafür hab ich übersehen das dieser ohne Koffer war. Na toll für 190 Euro "durfte" ich dann 2 Koffer hinzu buchen :-( Der 4 1/2 stündige Flug verlief problemlos. Emma war so aufgeregt das sie komplett das schlafen versäumte. Nach der Landung auf Madeira mussten wir ziemlich lange auf die Koffer und unser Sperrgepäck (Babyjogger + Kraxn) warten. Erst dann konnten wir zur Autovermietung von Europcar. Auch hier mussten wir lange warten. Emma sauste umher und rutschte aus. Na super eine große Beule zierte ihre Stirn und die Tränen flossen in Strömen. Um noch eines draufzusetzen klappte auch die Autoübergabe nur bedingt. Irgendwo im Kleingedruckten von Expedia, wo ich das Auto gebucht hatte, stand noch das wir zwar Vollkasko haben, aber mit 1600 Euro Selbstbeteiligung. Ich ließ mir dann für läppische 280 Euro eine komplette Vollkasko aufschwatzen :-( So bringt man sein nicht vorhandenes Geld auch unter die Leute :-) Dafür bekamen wir einen Renault Megan, wo wir wenigstens unser komplettes Gepäck unterbrachten. Die Temperaturen auf Madeira waren mit über 30 Grad mehr als angenehm. Wir fuhren dann in Richtung Westen, wo wir auf dem Weg in einem Supermarkt einkauften. In der Nähe von Calhetta fanden wir dann unsere gebuchte Villa "Paraiso das Flores". Diese war super schön mit eigenem Pool, 2 Schlafzimmern, Küche, Wohnzimmer und Steingrill. Auch die Aussicht und Lage war traumhaft. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und räumten noch unsere Sachen aus, bevor wir ins Bett fielen.

2. Tag: Morgenberglauf, Rundfahrt, Fest, Strand

Obwohl Emma etwas unruhig in der Nacht schlief stand sie dann doch erst um 7 Uhr auf. Während ich mit Emma spielte startete Brigitte zum Morgenlauf und Erkundungstour. Ich lief im Anschluß zuerst etwas planlos auf einem Trail, bis ich eine Straße fand die mich über steile Serpentinen nach unten bis zur Ortschaft Jardim do Mar und somit ans Meer brachte. Gerade passend als die gesamte Kirchengemeinde zum Gottesdienst ging, lief ich verschwitzt durch die Gassen der gemütlichen Ortschaft. Zurück kam die Sonne umdie Ecke und bergauf musste ich dann doch etwas kämpfen. Knapp 11 Kilometer bei 430 Höhenmeter brachte ich nach 1 Stunde auf die Uhr :-)

Pool und Relax am Morgen:

Um den anstrengenden Lauf verdauen zu können, legten wir gleich noch eine anstrengende Schwimmeinheit in unserem 5 m Pool ein :-) Emma hatte riesig Spaß aber der große "Wasserratz" ist sie noch nicht. Papa durfte vom Wasser aus den Ball wieder zurückschmeißen :-)

Rundfahrt Westküste:

Erst Mittag starteten wir zu einer kleinen Inselrundfahrt. Eigentlich wollten wir wandern, aber auf der Insel ist es ungewöhnlich heiß. Normal sind 25 Grad aber schon seit Tagen hat es immer über 30 Grad, was ja auch nicht schlecht ist, aber zum wandern etwas zu warm. Emma schlief schon nach ein paar Minunten Fahrt ein. Wir fuhren auf einer herrlichen Küstenstraße weiter nach Westen. Wir kamen durch Jardim do Mar, wo ich schon am Vormittag war, weiter nach Paul do Mar, dann zum Leuchtturm von Ponta do Pargo und dann von Santa über ein traumhaftes Bergsträßchen nach Prazeres. Immer wieder hielten wir an und machten Fotos. Emma verschlief leider viele schöne Aussichtspunkte :-)

Kirchliches Fest in Prazeres:

In Prazeres waren die Straßen festlich geschmückt und teilweise schon abgesperrt. Wege und Straßen zur Kirche wurden liebevoll mit vielen Blumen dekoriert. Gegrillt wurde an allen Ecken und Enden. Das ganze Dorf war auf Achse und wir mittendrin. Der Hunger führte uns zu einem kleinen Stand wo nur Einheimische waren. Anscheinend sahen wir etwas hilflos aus und gleich kam ein Mann auf uns zu und begrüßte uns. Ein Tisch und 3 Stühle wurden hergebracht und natürlich eine Spezialität. Rinderfleischstückchen auf einen ca. 1 m langen Holzstock aufgespießt und gegrillt. Uns dreien schmeckte das Grillfleisch super, auch wenn der rohe Rinderhaxn in der Sonne von Fliegen umschwirrt in der Sonne baumelte. Wir dachten was den Einheimischen nicht schadet, ist auch gut für uns. Wir vernichteten den riesigen Fleischspieß, tranken ein Sprite und verabschiedeten uns dann. Wirklich nette Leute hier. An einer Bar gab es noch ein Wassereis und wir testeten das Nationalgetränk "Poncha". Gut das wir nur ein Glas zusammen bestellten, da der angeblich fruchtige Mix eigentlich fast nur aus Rum bestand :-) Da ich fahren musste blieb der Großteil an Brigitte hängen :-)

Sandstrand in Calheta:

Über abenteuerliche und steile Straßen gelangten wir dann wieder zurück und fuhren nach Calheta wo wir an den mega überfüllten Sandstrand gingen. Hier grub Emma den Sand um, hielt sich aber wieder ziemlich fern vom Wasser :-) Lange blieben wir nicht, da es bei der Menschenmenge keinen Spaß machte. Wir gingen noch Einkaufen und fuhren dann zurück. Unser Pool war nicht so überfüllt, den hatten wir für uns alleine. Emma war etwas schneidiger und ging immer weiter ins Wasser, bis sie auf meinen Armen lag und erste Schwimmversuche :-) unternahm. Den Abend ließen wir auf unserer Terrasse bei einem Bierchen, Obst, Süßes und einem guten Film ausklingen.

3. Tag: Besteigung Pico Ruivo 1862 m + Inselmitte

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Depp bleibt Depp :-)

 

Irgendwie kamen wir heute nicht aus den Federn :-) Erst um 8 Uhr standen wir auf. Nach einem ausgiebigem Frühstück spielten wir draussen mit Emma und erst am späten Vormittag fuhren wir los. Auch heute zeigte das Thermometer wieder über 30 Grad im Schatten an. In einem Supermarkt kauften wir etwas Proviant für unterwegs ein. Auf der Autobahn ging es vorbei an der Inselhauptstadt Funchal und weiter die Ostküste entlang Richtung Norden bis nach Santana, wo wir der Beschilderung Pico Ruivo folgten, bis wir nach vielen Serpentinen den Parkplatz an der Achada do Teixeira auf 1592 m erreichten. Hier starteten wir unsere Wandertour, um den höchsten Gipfel Madeiras zu erklimmen. Leider wollte heute Emma ganz und gar nicht wandern. Nach 20 m saßen wir dann im Gras und Dreck und drehten jeden Stein um :-) Erst nach gutem Zureden wollte Emma in die Kraxe und los konnte es gehen. Wir beobachteten Schmetterlinge, hörten den Wind pfeifen und genossen die herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge, Täler, Schluchten und den Atlantik. Nach knapp über 1 Stunde und ca. 300 Höhenmetern standen wir auf dem Gipfel. Der Pico Ruivo ist 1862 m hoch und war Emma`s 81. Gipfelerfolg in ihrer 2 jährigen Bergsteigerlaufbahn :-) Auf dem gleichen Weg wanderten wir wieder zurück. Die letzten 15 Minuten stieg Emma mit Papa`s und Mama`s Hilfe selbst ab.

Durch die Inselmitte und über den Pass Poiso 1412:

Nach der Wanderung war der Hunger groß. Das nächste Lokal das wir fanden in Santana war zwar etwas fein, aber das Essen sehr lecker. Von dort fuhren wir über den Pass Poiso 1412 m direkt in der Inselmitte. Die Aussicht war immer grandios. Als wir Richtung Funchal auf steilen Serpentinen abfuhren, kam uns eine riesige Rauchwolke immer näher. Oberhalb Funchals wütete eine großer Waldbrand. Es roch nach Rauch und die Sonne verdunkelte sich. Unsere Route führte uns um die Rauchschwaden und zurück in unserer Villa war davon nichts mehr zu sehen. Obwohl es schon nach 7 war als wir zurück waren sprangen wir noch in den lauwarmen Pool und plantschten mit Emma. Die kleine Maus traute sich wieder ins Wasser. Das wird ja noch :-)

4. Tag: Hike mit Kraxn, Trailrun und Waldbrände

Heute ließen wir es ruhig angehen. Wir Frühstückten gemütlich, spielten im Garten und legten uns einen Schlachtplan für den Tag zurecht. Schnell war eine Strategie gefunden :-) Brigitte startete lauftechnisch bis Jardim do Mar und Emma und ich fuhren mit dem Auto. Wir fanden einen kleinen Spielplatz mit Rutsche die Emma gleich mal testete. Außer Atem kam dann Brigitte an :-)

Hike mit Emma in der Kraxn:

Da Emma schon etwas müde war und freiwillig in die Kraxn wollte gab es eine Planänderung. Wir wollten die schwarze Tour "Rundweg Jardim do Mar" wagen. Zuerst gingen wir an der Uferpromenade entlang und stiegen dann steile Treppen nach oben durch die Ortschaft. Emma schnarchte schon hinter mir :-) Es zweigte dann der Wanderweg PR20 ab. Wir kamen durch Bananenplantagen und Weinfelder. Es ging steil nach oben, teilweise auf rutschigen und nassen Steinen. Wir mussten uns durch Dornen kämpfen, wo ich höllisch auf Emma hinter mir in der Kraxn aufpassen musste. Auf 200 Höhenmeter kamen wir zu einem herrlichen Aussichtspunkt. Wir stiegen noch ein paar Höhenmeter weiter, entschlossen uns dann aber zur Umkehr, da es doch zu gefährlich war. Zurück in Jardim do Mar stärkten wir uns erst einmal in einem gemütlichen Restaurant und ein Eis durfte nach der deftigen Malzeit auch nicht fehlen :-)

Trailrun extrem incl. unfreiwillger Schwimmeinlage

Die beiden Mädels fuhren mit dem Auto zurück und ich wollte die Tour "Jardim do Mar" lauftechnisch bewältigen was sich als nicht so einfach herausstellen wird. Mit Stöcken bewaffnet lief ich die steilen Treppen nach oben. Die Hitze machte mir zu schaffen und ich musste mich auf schnelles Gehen beschränken. Über 500 Höhenmeter lief, rutschte und stieg ich den steilen Pfad nach oben. Für die 1,5 km benötigte ich 24 Minuten und war fix und alle. Der Trail mündete in eine Straße auf der ich wellig laufen konnte. An einem Hotel fand ich einen kleinen Supermarkt, wo ich mir eine Cola kaufte. Ein weiterer steiler Trail diesmal nach unten brachte mich durch eine atemberaubende Schlucht ans Meer in die Ortschaft Paul do Mar. Hier war ich schon wieder ausgetrocknet und dieses Mal mussten 2 Colas her :-) Von hier sollte man über Felsen am Ufer wieder zurück nach Jardim do Mar gelangen können. Man sollte auf die Gezeiten aufpassen, da sonst einige Stellen nicht passierbar seien, stand so im Tourführer. Das gilt natürlich nicht für einen Markus Winklmeier :-) Also sprang ich von Stein zu Stein, musste teilweise über größere Felsen klettern und kam meinem Ausgangspunkt immer näher. Dachte ich, nur mit der, durch die Gezeiten und Wasserstand verursachte, unpassierbare Stelle hatte ich nicht gerechnet. Es waren ca. 20 Meter zu überbrücken. Ich zog meine Schuhe aus, Handy und Foto waren in einem Windelbeutel von Emma und los ging es in den Atlantik. Zuerst war ich nur knietief im Wasser, aber dann wurden die Wellen höher und bis ich mich versah schwappte auch schon eine über meinen Kopf. Ich paddelte vorwärts und hatte wieder festen Boden unter den Füßen. Pitsch nass erreichte ich dann auch wieder das Ufer. Der Foto und Handy hatten es auch überlebt. Das war wieder Abenteuer nach Winkl`s Geschmack :-) Zurück in Jardim do Mar kaufte ich mir die nächsten beiden Colas und lief dann auf der Straße den steilen Berg nach oben bis ich wieder in die Nähe unserer Villa kam. Hier kaufte ich mir ein weiteres Cola in einem Supermarkt und stellte leider fest das die Waldbrände gar nicht mehr so weit weg waren. Zurück bei meinen Mädels war eine Dusche dringend nötig :-) Insgesamt brachte ich es auf nur 11 Kilometer und 900 Höhenmetern, wo ich fast 2 Stunden benötigte :-)

Traillauf:

Waldbrände:

Leider gab es mehrere Brandstiftungen auf Madeira. Gestern schon oberhalb Funchal und heute oberhalb unseres Feriendomiziles. Wir sind noch in sicherer Entfernung aber sprachen schon mal über den Worst Case. Hoffe die maderianische Feuerwehr bringt das ganze unter Kontrolle...

5. Tag: Madeira brennt - das Feuer kommt sehr nahe

Irgendwie ging der 4. Tag Madeira ohne Schlaf nahtlos in den 5. Tag über. Um 21 Uhr fiel der Strom aus und wir saßen im dunkeln. Da das Feuer nicht mehr weit entfernt von unserem Haus war, entschloss ich mich wach zu bleiben, damit wir sofort mit dem Auto verschwinden konnten, sollte es uns zu nahe kommen. Emma schlief tief und fest und Brigitte eher unruhig. Um Mitternacht hatten wir wieder Strom. Ich hielt mich am Laptop mit den neusten News über die Brände auf Madeira, vor allem Funchal und Umgbung auf dem Laufenden. Ich ging immer wieder auf die Straße um zu schauen wo das Feuer sich ausbreitet. Über uns zog der Rauch durch die Luft und die Asche fiel in den Pool und Rasen. Eine Frau erzählte mir das es ganz und gar nicht unter Kontrolle wäre. Ein Mann kam an unserer Villa vorbei und meinte, das er zum Feuer ginge. Ich folgte ihm und stellte fest das ich nach 3 Minuten Fußmarsch durch die Weinplantagen nach oben direkt an der Front stand. Viele Einheimische waren hier und diskutierten. Der ganze Berg stand in Flammen. Die Feuerwehr und auch viele Einheimischen mittendrin. Häuser waren von den Flammen umzingelt. Der Rauch biss in den Augen und Nase. Krass, so etwas hatte ich noch nie gesehen. Jetzt machte ich mir doch etwas Sorgen. Ich ging zurück und berichtete Brigitte. Alle Stunde ging ich hoch. Jedesmal kam das Feuer näher. Der Wind blies brennende Blätter durch die Luft und so konnte sich der Brand ausbreiten.

Um 3 Uhr entschied ich mich nochmals Brigitte zu wecken um die Koffer zu packen, damit wir sofort fliehen konnten. Wieder ging ich hoch und die Einheimischen erklärten mir dass das Feuer an dieser Stelle nun etwas unter Kontrolle wäre, aber dafür auf der anderen Seite loderte. Ich gab an Brigitte eine kleine Entwarnung und sie konnte sich wieder schlafen legen. Ich ging weiterhin jede Stunde hoch und es rauchte und qualmte an allen Ecken und Enden. Im hellen sieht man das Ausmaß der Brände. Man konnte oberhalb unserer Ortschaft viele Rauchsäulen sehen. Im Internet und in den Nachrichten sprachen sie von 3 Toten in Funchal, Tausende Einheimische und Touristen mussten evakuiert werden. Viele Häuser brannten ab. Und noch immer brennt es an vielen Stellen. Wir waren mehr oder weniger außer Gefahr, aber nicht zu 100 % sicher. Nach Mittag fuhren wir Einkaufen und deckten uns mit Wasser und Lebensmittel ein. Später fuhren wir durch unsere Ortschaft und noch weiter bergaufwärts, wo noch immer die Feuerwehr kämpfte. Es roch nach Rauch und neben den Straßen brannte es weiterhin. Trotzdem wurde unsere Ortschaft für die Festlichkeiten (Mariä Himmelfahrt) geschmückt. Die haben die Ruhe weg :-) Wir fuhren noch eine Runde an der Küste und kauften uns eine Kleinigkeit zum trinken in einem Cafe. Am Abend spielten wir noch im Ascherasen und bekamen davon schwarze Füße. Emma war begeistert :-)

6. Tag: Ohne Feuer im Westen - Schluchtentrail

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Der Gestank nach Rauch war noch immer da und über uns hing eine riesige Rauchwolke, die die Sonne verdeckte. Auch wenn bei uns keine Gefahr mehr drohte, brannte es noch immer in den Bergen oberhalb uns. Wir hofften das es weiter im Westen keinen Rauchwolke und Brände geben würde. Schon nach ein paar Kilometern westwärts war nichts mehr zu erkennen. Wir fuhren an der Küste weiter nördlicher bis zur kleinen Ortschaft Achadas da Cruz. Wir hatten blauen Himmel, angenehme 25 Grad, nur der Wind blies uns ins Gesicht. Wir wollten in die Schlucht der Ribeira do Tristao 450 Höhenmeter absteigen und mit der Seilbahn Teleferico wieder nach oben fahren. Brigitte hatte noch die super Idee, das ich nach oben dem Abstiegsweg laufen könnte, somit wäre auch gleich mein Training mit eingebunden :-) Zuerst stiegen wir einen Treppenweg nach unten. Wir konnten schon einen herrlichen Blick auf den rauhen Atlantik erhaschen. Emma trugen wir abwechselnd auf dem Arm. Die Kraxn hatte ich am Rücken, sollte sie müde werden. Teilweise ging es ziemlich steil und ausgesetzt nach unten und Trittsicherheit war gefragt. Zwischendurch machten wir Brotzeit und genossen die herrliche Aussicht. Wir waren immer auf der Suche nach Heuhüpfer und Eidechsen, so wurde es Emma nie langweillig. Nach über 1 1/2 Stunden und 450 Höhenmetern erreichten wir auch schon den Strand, wo die Wellen hereinbrachen. Brigitte und Emma fuhren mit der Seilbahn nach oben und ich meisterte die Strecke innerhalb 23:02 Minuten lauftechnisch :-)

Wanderung:

Einkehr und Fahrt nach Porto Moniz:

Direkt an der Bergstation der Seilbahn gab es ein gemütliches Restaurant, wo wir uns eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken kauften. Wir fuhren dann weiter bis nach Porto Moniz im Norden, wo aber Emma auf der Fahrt dorthin einschlief und die Passatwolken (wenigstens keine Rauchwolken) über uns hingen. Wir stiegen kurz aus und bestaunten die Lavabecken und das tosende Meer dahinter. Nur kurz war der Abstecher und wir fuhren wieder heimwärts.

Mjamm Mjamm :-)

Porto Moniz:

Paul do Mar:

Auf der Heimfahrt machten wir noch einen Abstecher in Paul do Mar. Auf der Fahrt dorthin, sahen wir noch viele Rauchsäulen in den Bergen und Rauchwolken hingen in der Inselmitte. Es brannte also noch immer. In Paul do Mar gingen wir an den Strand und hielten die Füße ins Wasser, auch ein Eis genehmigten wir uns. Wir schlenderten durch die gemütlichen Gassen des kleinen Örtchens und hatten viel Spaß zusammen. Erst am Abend fuhren wir dann zurück in unsere Ortschaft kurz vor Calheta, wo es rauchtechnisch besser aussah. Wir sahen wieder die Sonne :-)

7. Tag: Baden, Levadawanderung + Trailrun 14,5 km

So richtig kamen wir heute nicht aus den Federn :-) Nach dem Frühstück packten wir unsere Badesachen ins Auto. Brigitte lief von unserer Villa aus bis nach Paul do Mar. Emma und ich begleiteten unsere sportliche Mama/Frau teilweise mit dem Auto. In Paul do Mar gingen wir an den herrlichen Strand. Das Wasser war super zum schnorcheln und schwimmen, da es durch die vorgelagerten Felsen ruhig und ohne Wellen war. Mittag trieb uns der Hunger in ein gemütliches Restaurant.

Levadawanderung:

Ab S.Johao starten wir am Nachmittag zur kleinen Levadawanderung an den künstlichen Bewässerungsanlagen. Viele Blumen blühten und der Weg war sehr abwechslungsreich. Wir kamen durch kleine Dörfer, vorbei an Wiesen und Feldern und neben uns immer das langsam fließende Wasser. Emma bekam leider nicht viel mit, da sie in der Kraxe gleich einschlief :-)

Trailrun Levada - mal wieder a bisserl Abenteuer !

Brigitte fuhr mit Emma zurück zur Unterkunft und ich lief los. Der Trail neben den Levadas ist eben und gut zu laufen. Ich kam schon mal unter einen 4 er Schnitt :-) Ich lief bis nach Prazeres. Leider wurde diese Umgebung von den Waldbränden in den letzten Tagen heimgesucht. Ich lief vorbei an rauchenden und teilweise noch brennenden Bäumen und Sträuchern und konnte irgendwann nicht mehr weiter, da verbrannte Bäume umgefallen waren und noch umfielen. Ich versuchte über die Straße in Richtung Heimat zu laufen, wo mich ein Polizist hinderte. Auch diese Straße war gesperrt, da es noch brannte. Es gab nur noch einen Weg nach unten. Eine Schnellstraße. Auf dem Seitenstreifen lief ich talwärts. Ich musste durch ein 2 Kilometer langes Tunnel nach dem ich mal vorsichtshalber auf die Karte schaute. Ich war nicht mehr so weit von unserer Villa entfernt. Ich stieg über die Leitplanke und kraxelte eine verbrannte Böschung nach oben. Ich sah aus wie ein Kaminkehrer :-) Ich kam auf eine Straße die mich steil nach unten auf eine weitere, diesmal bekannte Straße führte. Von hier hatte ich noch 2 Kilometer und schon war ich nach 14,5 Kilometern wieder bei meinen Mädels :-)

Trailrun:

8. Tag: Funchal Stadtbesichtigung + Dorffest

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Christiano Ronaldo

 

Auch heute ließen wir keinen Streß aufkommen. Bis um 8 Uhr lagen wir drei im Bett und blödelten :-) Nach dem Frühstück fuhrn wir nach Funchal um in erster Linie einen Spielplatz für Emma zu finden, da diese leider auf Madeira Mangelware sind. Natürlich konnten wir uns erst vor Ort ein Bild machen ob auch eine Stadtbesichtigung, dank der heftigen Brände in den letzten Tagen, möglich wäre. Aber schon auf der Fahrt nach und auch in Funchal sahen wir nichts von den schlimmen Bränden, die über 200 Häuser zerstört hatten, viele Verletzte und drei Todesopfer forderten. Es gab auch in den Bergen rings um Funchal keine Rauchentwicklung mehr. In der Stadt lief alles so, als wäre nichts gewesen. Wir schlenderten am Hafen und fanden gleich gegenüber im Park Santa Catarina einen schönen Spielplatz für Emma. Wir schaukelten, kletterten und rutschten was das Zeug hielt :-) Später marschierten wir durch die Fußgängerzone, vorbei an der Kathedrale, durch einen Markt und kleine Gässchen. Es war heute wieder ungewöhnlich heiß. Wir hatten wieder Temperaturen über 30 Grad. Im Christiano Ronaldo (CR7) Restaurant kauften wir uns einen Salat und einen Burger, bevor wir am Nachmittag wieder zurück in unsere Unterkunft fuhren.

Stadtplan Funchal:

Dorffest in Estreito da Calheta:

Zurück in der Villa sprang ich ersteinmal in den Pool und Emma rutschte eher unfreiwillig rein :-) Da die Haare schon mal nass waren, badeten wir gleich noch :-) Später marschierten wir gefühlte 500 Höhenmeter zur Dorfmitte hoch. Hier wurde Maria Himmelfahrt ausgiebig gefeiert. Von Freitag bis Sonntag wird an allen Ecken und Enden gegrillt und musiziert. Emma war begeistert von der "Lala" und auch das gegrillte Hähnchen und das typische maderianische Brot schmeckten lecker. Natürlich durfte dazu ein Bierchen nicht fehlen :-)

9. Tag: Wanderung ab Klippen Cabo Girao 580 m

Irgendwie wurden wir von Tag zu Tag fauler und brauchten länger um aus den Federn zu kommen. Heute standen wir erst um 9 Uhr auf :-) Nach dem gemütlichen Frühstück packten wir unsere Sachen und fuhren in Richtung Funchal. Unser Ziel waren die Klippen Cabo Girao 13 km vor Funchal. Das Kap der Umkehr zählt zu den höchsten Klippen der Welt. 580 m fällt das Land fast lotrecht ins Meer. Ideal für Touristen gibt es einen Skywalk, wo man unter den Füßen nur eine Glasscheibe hat. Man glaubt es kaum, es kostet auch nichts. Wir aßen eine Kleinigkeit, da unsere kleine Maus mal wieder der Hunger plagte. Erst dann starteten wir unsere Wanderung 580 Höhenmeter nach unten bis ans Meer. Wir gingen über kleine Trails, beobachteten Eidechsen, Spinnen, pflückten Brombeeren, Erdbeeren und genossen die traumhafte Aussicht auf das unter uns liegende Camara de Lobos und die umliegenden Berge und Schluchten.

Kap der Umkehr - Cabo Girao 580 Hm:

Wanderung Camara de Lobos:

Wir stiegen über kleine Treppen und Caminos vorbei an liebevoll bepflanzte Gärten bis wir den Strand nach ca. 2 Stunden erreichten. Emma war gerade in der Kraxe eingeschlafen. Brigitte und die kleine Maus gingen in ein Restaurant und ich startete zum Treppenlauf wieder zurück. Innerhalb 43 Minuten, 620 Höhenmetern und gefühlt 10000 Treppen später erreichte ich wieder unser Auto. Zuerst brauchte ich 2 Colas und fuhr dann nach unten um meine 2 Mädels zu holen :-) Die beiden fanden einen schönen Spielplatz wo sich Emma austoben konnte und auch wieder mal eine neue Beule holte :-)

Karte der Wanderung:

Camara de Lobos:

10. Tag: Wandern Sao Lourenco, Strand & Spielplatz

Eigentlich wollten wir heute um halb 6 aufstehen und mit dem Schiff auf die Nachbarinsel Porto Santo fahren, aber die Winklmeier`s kamen mal wieder nicht aus den Federn. Der Wecker wurde ausgeschaltet und die Augen bis um halb 9 Uhr geschlossen :-) Aber ein Plan B war schnell gefunden. Wir fuhren nach dem Frühstück gen Osten zur Halbinsel Ponta de Sao Lourenco, wo wir eine Wanderung ins Auge gefasst hatten. Der Parkplatz war schon gerammelt voll. Wir bekamen aber noch einen Platz am Ende der Schlange. Wir wollten wie viel andere auch zum östlichsten Zipfel der spektakulären Felsenküste wandern. Emma war begeistert und wanderte selbst über den Holzpfad. Nach einem Hügel blies uns der Wind voll ins Gesicht. Emma wollte in die Kraxe und wir wanderten bis zu einem herrlichen Aussichtspunkt auf die Felsenküste. Leider wurde der Wind immer stärker, was Emma ganz und gar nicht gefiel. Da auch die kleine Maus Spaß haben sollte, entschieden wir uns die Wanderung nach einer Stunde abzubrechen.

Wanderung auf Sao Lourenco:

Sandstrand von Machico:

Wir fuhren dann in das nahegelegene Machico, wo ein künstlich erschaffener Standstrand (mit Sand aus Afrika) zum sandspielen einlud. Nur schlief unser müder Krieger im Auto ein und wir gönnten ihr auch den Schlaf. Erst nach über 1 Stunde später stiegen wir aus dem Auto und gruben den Strand um :-) Ich legte auch noch eine Open Water Schwimmeinheit ein :-) Später gingen wir zum Fischessen in ein gemütliches Restaurant, natürlich gab es ein Eis als Nachspeise und ein Spielplatz war auch schnell gefunden. Emma war von dem Tag begeistert. Erst nach 20 Uhr erreichten wir wieder unsere Unterkunft...

Sandstrand und Spielplatz :-)

11. Tag: Crazy Trails 26 km 1000 Up and Swim

Der Tag begann wieder mit einem gemütlichem Frühstück und spielen mit der kleinen Maus. Um 10 Uhr lief ich dann mit Stöcken und Laufrucksack los. Zuerst bergab bis nach Jardim do Mar. Hier lief ich an der Uferpromenade und erst dann ging es los nach oben. Über Treppen, crazy Trails durch Dornen, Matsch und mit herrlicher Aussicht ging es nach oben bis auf 600 m. Hier lief ich wellig auf einer Straße und in den nächsten Trail. Dieses Mal nach unten. Auf halber Höhe zum Meer fand ich einen weiteren Trail, der mich wieder nach oben führte. Ich lief durch das Bergdörfchen Parzeres und dann wieder einen Schluchtentrail zurück ans Meer nach Paul do Mar. Hier machte ich die 20 Kilometer an der Uferpromenade voll. 1000 Höhenmeter waren auch abgespult. Hier warteten schon meine Mädels am Strand auf mich. Natürlich legte ich auch noch eine 10 minütige Open Water Schwimmeinheit ein. Später am Nachmittag, als Emma müde war, lief ich noch mit Babyjogger und Brigitte an der Uferpromenade 6 Kilometer. Danach genehmigten wir uns ein Bierchen und warteten in einem Cafe bis Emma wach wurde. Zuhause sprangen wir noch in den Pool und ließen den Tag bei einer guten Serie ausklingen...

Crazy Trail :-)

Karte Trail:

Strand, Babyjogger und Cafe :-)

12. Tag: Park Tematico + Levada Wanderung

Oh leck um 5:30 Uhr rasselte der Handy Wecker. Was sollen wir aus den Federn raus? Das sind wir gar nicht mehr gewohnt :-) Schnell saßen wir im Auto und waren auf dem Weg nach Funchal. Emma war wie immer und überall gut drauf. Wir parkten direkt am Hafen in einem Parkhaus und gingen zum Fährschiff zur Nachbarinsel Porto Santo. Aber schnell wurden wir auf den Boden der Tatsachen geholt. Die Fähre war voll :-( Wir konnten zwar für den morgigen Tag Karten kaufen, aber dafür waren wir eigentlich nicht so früh aufgestanden. Ok wir gingen ersteinmal zum Frühstücken und beratschlagten. Schnell war ein neues Ziel gefunden. Der Park Tematico für Erwachsene und Kinder im Osten der Insel in Santana.

Funchal am Morgen und Frühstück :-)

Park Tematico in Santana:

Der Park öffnete um 10 Uhr. Wir waren ein paar Minuten zu früh dran und waren die ersten im Park. Viel mehr Leute kamen auch nicht :-) Der Park hatte ein paar geschichtliche Informationen über Madeira, Land und Leute, Ackerbau, Weinanbau zu bieten. In der Mitte gab es einen kleinen See und zwei Restaurants. Auch ein kleiner Zug fuhr innerhalb 3 Minuten durch den gesamten Park. An sich nichts besonderes und ziemlich in die Jahre gekommen, aber Emma hatte ihren Spaß. Die Zugfahrt war schön, das Trampolin super und vom Spielplatz mit den Rutschen konnte sie sich fast nicht trennen. Wir blieben dann doch fast 3 Stunden und hatten unseren Spaß :-)

Am Spielplatz:

Levada Wanderung Queimadas:

Oberhalb Santana führte uns eine kleine Straße zum Wanderparkplatz Queimadas. Hier durfte Emma in die Kraxn und wir starteten zur Wanderung an der Levada. Obwohl Emma schon im Auto schlief war sie wieder hellwach. Der Trail war super, Wasser tropfte von den Moosbewachsenen Hängen, ein Wasserfall lag auf dem Weg und die Bewässerung führte natürlich Wasser, wo Blätter und Äste schwammen. Leider war der Levadaweg sehr vielbegangen und immer wieder mussten wir den Wanderern ausweichen. Nach ca. 1 Stunde drehten wir um und gingen die selbe Strecke zurück. In einem Supermarkt kauften wir noch fürs Abendessen ein und fuhren dann zurück zur Unterkunft, wo wir eine leckere Brotzeit mit Bierchen zubereiteten :-)

13. Tag: Ausflug zur Nachbarinsel Porto Santo

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Heute hatten wir schon Karten für die Überfahrt nach Porto Santo. Trotzdem mussten wir nochmals um halb 6 Uhr aus den Federn hüpfen um nach Funchal zu fahren. Auf Deck 5 des Fährschiffes bekamen wir einen gemütlichen Platz. Um 8 Uhr legten wir ab und kamen um halb 11 Uhr in Porto Santo im Hafen an. Hier machte Emma ersteinmal Brotzeit :-) Wir liefen mit dem Babyjogger am 9 km langen Sandstrand entlang. Unser Ziel war der Westen der Insel. Nach genau 8,7 Kilometern erreichten wir den westlichsten Zipfel und traumhaften Sandstrand der sehr kargen Insel. Es war ziemlich heiß und wir schwitzen ganz schön, während und nach dem Lauf.

Auf dem Schiff und Ankunft Porto Santo:

Sandstrand:

Wir kauften uns im einzigen Restaurant hier im Westen etwas zum trinken und einen Kuchen. Dann marschierten wir an den Traumstrand. Wir fanden einen schönen Platz und Emma gleich einen neuen Freund :-) Leider wurden wir von der Flut vertrieben und mussten uns einen neuen Platz suchen. Ich legte eine 1 km Open Water Swimeinheit ein. Es machte riesig Spaß in dem glasklarem Wasser zu kraulen, auch wenn die eine oder andere Welle über mich schwappte :-) Obwohl Emma hier einen riesigen Sandkasten vorfand hatte sie leider nicht den großen Spaß daran. Wasser war für die kleine Maus alles andere als interessant. Beim Sandburgen bauen bakam sie es dann auch noch mit der Angst zu tun, als das Wasser etwas zu nahe kam. Wir gingen lieber auf Abstand und flüchteten zum Eis essen :-)

Zurück zum Schiff und Überfahrt nach Funchal:

Den gleichen Weg liefen wir am späten Nachmittag, nach unserem Strandaufenthalt, wieder zurück und kamen auf knappe 15 Laufkilometer. Wir fanden noch einen schönen Spielplatz als Entschädigung für den mißlungenen Strandaufenthalt für die kleine Maus, wo sie sich austoben konnte. Später marschierten wir dann zum Schiff zurück, wo wir auch noch ein Spielezimmer fanden. Wir machten Bekanntschaft mit einem netten Pärchen aus Wien, wodurch die Überfahrt sehr kurzweillig wurde :-) Erst um 12 Uhr erreichten wir wieder unsere Unterkunft...

14. Tag: Inselmitte und Pico Ruivo do Paul 1640 m

Gestern kamen wir erst um 1 Uhr ins Bett und deshalb wollten wir den vorletztem Tag auf Madeira ruhig angehen. Um 9 Uhr standen wir auf und frühstückten gemütlich. Die Sonne schien und es war wieder herrlich draussen. Wir sprangen in den Pool und genossen den Tag. Aber irgendwie ist das den Winkl`s doch etwas zu langweillig, also wurde schnell eine Tour durchgeplant und schon fuhren wir auch los. Zuerst direkt nach Norden in die Berge, wo wir das gesamte Ausmaß der Brandverwüstung sehen konnten. Riesige Waldflächen waren abgebrannt. Das wird lange dauern, bis sich die Natur wieder erholt hat...

Fotos vom Brandgebiet:

Fahrt zum Wanderparkplatz Pico Ruivo:

Wir fuhren bis zur Abzweigung in Richtung Osten, wo wir vorbei am überfülltem Parkplatz zum UNESCO Weltkulturerbe Rabacal mit den 25 Quellen, kamen. Da Emma noch schlief und wir das Touristengetummel eh nicht mögen, fuhren wir ein Stück weiter zum Wanderparkplatz Pico Ruivo do Paul, wo nur zwei weitere Autos parkten.

Wanderung Pico Ruivo 1640 m und Emma`s 84. Gipfel

Hier durfte Emma in die Kraxe und los ging es immer neben einer Levadarinne entlang, durch smaragdgrüne Farnwiesen und Ginsterbüschen. Millionen Heuhüpfer und Schmetterlinge begleiteten uns, was Emma natürlich super gefiel. Dann führte uns der Weg nach oben auf den Vermessungspunkt am Gipfel des Pico Ruivo zu. Hier hatten wir einen großartigen Panoramblick über die Hochebene, den Windpark und das Zentralmassiv. Für unsere kleine Bergsteigerin gab es nun das Wichtigste: Brotzeit :-) Nebenbei war es der 84. Gipfelerfolg von Emma :-)

Abstieg:

Wir genossen die Ruhe und Aussicht am Gipfel und stiegen dann langsam wieder ab. Emma war begeistert von der kleinen Levadarinne und versenkte Blätter und Äste, die davon schwammen. Auch die Jagd nach Heuhüpfer war nach mehrmaligen Versuchen erfolgreich :-) Insgesamt waren wir knapp 1 1/2 Stunden reine Wanderzeit unterwegs.

Fahrt nach Ribeira Brava:

Auf einer atemberaubenden Bergstraße fuhren wir weiter nach Osten, vorbei am Bica da Cana 1620 m bis zur Abzweigung in Richtung Süden. Über Serpentinen gelangten wir wieder bis zur Küste zurück.

Ribeira Brava:

Direkt an der Küste liegt das gemütliche Dörfchen Ribeira Brava. Hier suchten wir natürlich das Wichtigste für Emma, einen Spielplatz. Hier konnte sie schaukeln und rutschen was das Zeug hielt :-) Wir gingen dann zum Strand, wo wir einen kleinen Kinderpool fanden. Wie immer war die kleine Maus in Sachen Wasser etwas verhalten, aber von Minute zu Minute wurde sie schneidiger und lief durch das kniehohe Wasser. Wir aßen dann in einem Restaurant das Nationalgericht, Degenfisch mit Banane. Emma plantschte auch nach dem Essen wieder im Kinderpool. Erst um 19 Uhr kamen wir wieder in die Unterkunft zurück, wo wir unseren letzten Abend auf der Terrasse gemütlich ausklingen ließen.

15. Tag: Camara de Lobos, Monte und Heimreise

Heute hieß es leider zusammenpacken. Wir mussten uns leider von der traumhaften Insel langsam verabschieden. Um halb 11 Uhr war alles im Auto verstaut und wir sagten Tschüss zu unserer Unterkunft und fuhren nach Camara de Lobos kurz vor Funchal. Emma verschlief das Küstenstädtchen im Auto, so das zuerst Brigitte durch die Gassen schlenderte und dann ich. Aber die kleine Maus wurde noch rechtzeitig wach, um den dorfeigenen Spielplatz zu testen :-)

Camara de Lobos:

Monte und Fahrt zum Flughafen:

Von Camara de Lobos fuhren wir zum Monte, dem Aussichtsberg von Funchal. Hier wanderten wir zur Kirche und genossen die Aussicht über Funchal. Natürlich machten wir noch "Brotzeit" und Emma bekam Kekse und eine Orange :-) Wir hatten noch etwas Zeit und fuhren deshalb weiter in die Berge, wo wir wieder in Brandgebiet kamen. Oberhalb Funchals war viel betroffen. Teilweise hingen die verbrannten Bäume in Stromleitungen die abenteuerlich verlegt waren. So richtig sicher war die Straße nicht, da jederzeit ein verbrannter Baum umstürzen konnte. Über eine aussichtsreiche Straße fuhren wir wieder in Richtung Küste und von dort zum Flughafen.

Heimflug mit Air Berlin:

Wir gaben unser Auto direkt am Flughafen bei Europcar ab. Das einchecken und Koffer abgeben verlief problemlos und auch der Flug verging wie im Flug :-) Um 23 Uhr landeten wir wieder in München und fuhren nach Hause...

Fazit:

Auf einer Inselskala bekommt Madeira 10 von 10 Punkte von den Winkl`s. Wir haben schon viele schöne Inseln besucht, aber Madeira liegt nun an Nummer Eins :-) Die traumhafte Insel hat alles zu bieten. Herrliche Wandermöglichkeiten, Blumen so weit das Auge reicht, sehr freundliche Menschen, gemütliche Dörfer, gigantische Aussichtsgipfel, leckeres Essen, schöne Strände zum schnorcheln, angenehme Temperaturen, Sonne ohne Ende, abenteuerliche Schluchten und Bergstraßen, perfekte Trails zum Laufen, gemütliche Feste und und und. Uns wird das Eiland sicher wieder sehen, da noch viele Wanderungen offen sind. 14 Tage waren einfach zu kurz. Die Winkl`s kommen sicher wieder ...

Die Winkl`s auf Madeira :-)

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