Hamburg - Ironman & Nordsee
von 27.07 bis 03.08.2018
Day1: Anreise nach Hamburg und Startunterlagen
Day2: Stadtbesichtigung Hamburg und Radabgabe
Day3: Ironman Hamburg in 9h 46 min
Day4: Wilhelmshaven und Südstrand
Day5: Watt am Südstrand bei Ebbe
Day6: Wattwandern in Schillig
Day7: Neuharlingersiel und Spiekeroog
Day8: Heimfahrt

1.Tag - Fahrt nach Hamburg und Startunterlagen IM

Ganz schön früh dachten sich wohl unsere Kinder, als um kurz nach 3 Uhr die Reise gen Norden losging. Ich hatte noch immer Elternzeit, die ich mit 4 Tagen Teilzeitarbeit in der letzten Woche unterbrochen hatte. Wir kamen zügig voran und machten nach über 400 Kilometer die erste Pause in Schönebeck an der Elbe (einige Kilometer hinter Leipzig). Hier fanden wir am Marktplatz einen Bäcker und Metzger und kauften für die Brotzeit ein. Wir schlenderten noch zur Elbe, bevor die Fahrt weitergehen konnte. Leider kamen wir dann in einen Unfallstau.

Ankunft in Hamburg, Spielplatz und Startunterlagen

Nach einer staureichen Fahrt erreichten wir gegen 13:30 Uhr unser 4 Sterne Intercity Hotel Dammtor Messe. Wir checkten ein und brachten unsere Sachen incl. Rad in unser Zimmer im 6. Stock. Ich ging dann kurz zum Laufen bis Binnenalster und Außenalster. Später gingen wir dann zum nahegelegenen Spielplatz, wo sich Emma austoben konnte. Anschließend marschierten wir dann zum Ironmangelände an der Binnenalster. Ich holte meine Startunterlagen am herrlichen Rathausplatz und erfuhr das der Ironman wegen der schlechten Wasserqualität als Duathlon ausgetragen wird. Ich war ziemlich enttäuscht. Zum Einen ist es dann kein richtiger Ironman und zum Anderen war ich so richtig gut im Wasser drauf. Meinen letzten 3,8 km Ironmantest ballerte ich in 59 Minuten durch das Wasser. Aber es hilft leider nicht und somit muss ich vor der 180 km Radstrecke anstatt dem Schwimmen noch einen 6 km Lauf absolvieren. Auf der Expo trafen wir noch die Regensburger Profitriathletin Sonja Tajsich mit der wir uns kurz unterhielten. Das Abendessen genossen wir in einer Pizzeria in der Nähe unseres Hotels, bevor wir müde in die Betten fielen...

2.Tag - Sightseeing - Bus und Schiffsrundfahrt

Noch vor dem Frühstück lief zuerst ich und dann Brigitte eine Runde. Das Frühstück im Hotel war lecker und es blieben keine Wünsche offen. Später fuhren wir mit dem Hop On - Hop Off Bus an der Binnenalster, Rathaus und Reeperbahn vorbei, bis zu den Sankt Pauli Landungsbrücken. Hier stiegen wir bei "angenehmen" 30 Grad aus.

Alter Elbtunnel:

Wir machten einen Abstecher ins Hardrock Cafe, wo ich uns alle ein T-Shirt spendierte :-) Im Anschluß fuhren wir mit dem Aufzug in die Tiefe um unter der Elbe durch das Alte Elbtunnel zu gehen. Von der anderen Seite hatten wir eine herrliche Aussicht auf die Landungsbrücken, Hafencity und Elbphilharmonie.

Beim Mittagessen in der Braustube:

Direkt an den Landungsbrücken fanden wir das Blockbräu, ein gemütliches Braurestaurant. Hier gab es alkoholfreies Weißbier und Nudeln. Wir genossen die Aussicht auf die Elbe und das schöne Ambiente.

Hafenrundfahrt:

Als nächstes machten wir eine Hafenrundfahrt vorbei an den Containerterminals, an den Schiffswerften und Hafencity mit der 850 Millionen teueren Elbphilharmonie.

Mit dem Bus zurück:

Nach der Schiffsrundfahrt ging es wieder zum Bus. Da es nach Gewitter aussah stiegen wir bald wieder aus und marschierten gerade noch rechtzeitig zum Hotel, bevor der Sturm und Gewitter losgingen.

Radeinchecken:

Da es regnete und stürmte wartete ich noch mit dem Checkin des Rades. Erst um halb 6 wurde es besser und ich radelte los. Nach ein paar extra Runden durch Hamburg fand ich dann endlich die Wechselzone an der Binnenalster. Voller Elan wollte ich mein Rad einchecken und wurde ausgebremst, weil ich meine Startnummer im Hotel gelassen hatte. Ich dachte die braucht man nicht, weil wir morgen ja eh mit dem Lauf starten, dank der Streichung des Schwimmparts wegen giftige Blaualgen in der Binnenalster.Ich durfte also eine halbe Stunde vor Schließung der Wechselzone nicht einchecken. Ich war begeistert. Am Rathausplatz im Ironmanoffice konnte mir auch keiner mehr weiterhelfen, da dieses schon geschlossen war... Also radelte ich im Vollspeed über rote Ampeln, durch die Fußgängerzone, überholte die Polizei und fuhr falsch in Einbahnstraßen, zurück ins Hotel. Rauf in den 6. Stock und wieder das gleiche in umgekehrter Richtung zurück zur Wechselzone. 5 Minuten vor Schließung durfte ich dann doch noch rein. In der Wechselzone fragte ich dann nochmals, was ich mit der Startnummer machen solle. Antwort: Ich kann sie in den Run oder Bikebeutel legen oder auch wieder mit zum Hotel nehmen, da ich sie ja morgen gleich beim Lauf wieder benötige. Ahhhhhhhh da muss man dann ruhig bleiben :-)

3.Tag - Ironman Hamburg in 9h 46 min

>>> Hier gehts zum Wettkampfbericht, vielen Fotos und Ergebnisliste
Ironman Hamburg als Duathlon, wegen giftiger Blaualgen. Bin schon mal gespannt was das wird. Wie jedes Jahr gingen mir die Radkilometer ab (3200 km 2018) und auch die Laufkilometer (850 km 2018) hielten sich in Grenzen. Dafür konnte ich bei meinem letzten Ironmantest mit Neo eine 59 Minuten Zeit verbuchen. Hilft mir aber heute nicht viel. Und ganz klar war ich in den letzten Elternzeitwochen auf gefühlt Millionen Berggipfel incl. 3x Dreitausender. Was soll dann schon schief gehen. Ich marschierte um viertel nach 5 in Richtung Wechselzone. Die Mädels und der Bubi schliefen noch tief und fest. Ich checkte mein Bike und testete das Dixiklo :-) Um 7:10 Uhr fiel der Startschuß zum Rolling Start. Da ich mich weit vorne eingereiht hatte durfte ich auch gleich auf die 6 Kilometer Strecke. Alles klar, Step bei Step, also "nur" ein 6 Kilometer Lauf, den ich in 24:44 Minuten ziemlich locker hinter mich brachte, incl. kurzen Stop und Bussi für Emma. Meine größten Fans Brigitte, Emma und Timi feuerten mich natürlich fleißig an. Rein in die Wechselzone und rauf aufs Rad. Es ging durch Hamburg teilweise auf grenzwertigen Pflasterstraßen wo fast jeder ein oder zwei Flaschen verlor. Aber dann wurde die Strecke super. Immer an der Elbe südwärts. Für meine Verhältnisse konnte ich ganz schön ballern. Nur der linke Fuß fühlte sich an als ob ich eine Zerrung hätte. Ich denke das liegt an der Aeroposition und irgendein Nerv blockiert hier. Das muss ich nochmal genauer unter die Lupe nehmen. Es war unangenehm und schmerzte, aber hinderte mich nicht am ballern. Ein Ironman muss eben leidensfähig sein :-) Nach 90 Kilometer konnte ich einen 34,5 Schnitt verbuchen. Auf gehts in die 2. Runde. Wie immer wurde diese hart und ich musste kämpfen. Vielen Dank auch an dieser Stelle an den lieben Gegenwind, der stärker wurde und bei der Rückfahrt drehte. Das machte es für mir nicht einfacher und nach 178 Kilometer war ich ganz froh vom Rad steigen zu können. Leider konnte ich dann nur noch einen 32,73 er Schnitt verbuchen. Aber trotzdem reichte es für 5h 27 Minuten beim Radpart. Alles klar auf gehts zum Marathon. Irgendwie musste ich aber erst einmal meine Füße ausrichten, so weit dies bei meinen "Haxn" überhaupt möglich war :-) Und los ging es vorbei an der Binnenalster und weiter zur Außenalster. Es lief aber nicht wirklich rund. Ich hielt mich auf jeden Fall an die Vorgabe vom Coach Preißl Ralf und hielt mich um den 5 er Schnitt. Die ersten beiden Runden gingen dann doch ganz gut, trotz der Hitze von 30 Grad. Nun beginnt der Ironman :-) Aber ich kämpfte und wollte ganz klar die 10 Stunden Marke unterbieten. Mittlerweile waren auch meine Mäuse an der Strecke und motivierten mich zusätzlich. Dankschön Mäuse :-) Ich wurde etwas langsamer aber brach nie ein. Endlich die letzte Runde und wenn ich keinen Schmarrn machen würde, könnte ich unter 10 Stunden bleiben. Klar ist das nicht ganz vergleichbar mit einem Ironman incl. Schwimmpart, aber egal. Auf jeden Fall konnte ich beim Marathon eine 5:20 Pace Gesamt verbuchen und nach 9h 46 min 28 Sekunden hieß es dann für mich zum 6. Mal: "You are an Ironman", was mich natürlich schon Stolz machte. Gesamt wurde ich 529 er von 1834 Männern. Und als Resume gibts nur eins: Der Radpart ist ausbaufähig :-)

4.Tag - Wilhelmshaven und Nordseestrand

Schon früh standen wir wieder auf. Die Zwerge wollten nicht mehr schlafen und ich konnte nicht mehr. Irgendwie tat mir alles weh :-) Nach dem Frühstück packten wir alles ins Auto und weiter konnte unsere Reise gehen. Unser Ziel war im Westen, Wilhelmshaven an der Nordsee in Ostfriesland. Wilhelmshaven ist eine kreisfreie Stadt im Nordwesten Deutschlands. Sie liegt an der Nordwestküste des Jadebusens, einer großen Meeresbucht an der Nordsee. Mit 76.201 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Mittelstadt Niedersachsens und eines der Oberzentren im Land Niedersachsen. Seit 2006 gehört Wilhelmshaven zur Metropolregion Bremen/Oldenburg, einer von insgesamt elf europäischen Metropolregionen in Deutschland. Nach vielen Staus und 200 km später erreichten wir dann unser 4 Sterne Garni "Hotel Ankerplatz" in Wilhelmshaven. Wir wurden sehr freundlich empfangen und bezogen unser Zimmer im dritten Stock. Schon konnte es auch losgehen. Wir marschierten mit Timi im Babyjogger in Richtung Südstrand, der weiter weg war als geplant. Mit meinen schweren Füßen war das gar nicht so einfach :-) Nach ca. 45 Minuten Fußmarsch erreichten wir dann den Nordseestrand, wo wir uns einen 9 Euro teueren Strandkorb mieteten. Da gerade Flut war, konnten wir in der 24 Grad warmen Nordsee baden. Das war eigentlich eine Abkühlung, da es gut über 30 Grad hatte. Ich legte noch eine Open Water Schwimmeinheit ein, bevor wir uns eine gemütliche Pizzeria auf dem Rückweg suchten. Auch ein leckeres Eis durfte nicht fehlen. Am Abend verzog ich mich noch in die Kellerbar um meinen Reisebericht zu schreiben und das ein oder andere Weißbier zu trinken :-)

5.Tag - Watt bei Ebbe am Südstrand

Nach dem leckerem Frühstück fuhren wir auch schon an den Südstrand, wo gerade Ebbe war. Wir machten es uns in der Strandmuschel bequem. Emma und ich stapften gleich mal im Watt umher. Wir fanden viele Muscheln, tote und auch lebendige Krebse und natürlich viel Schlamm. Emma stieg gleich mal in eine Muschel und schnitt sich den Zeh auf :-) Ich schnitt mir ebenfalls die Fußsohle auf, was ich aber erst später bemerkte. Das hinderte uns aber nicht daran weiter im Schlamm zu spielen. Mir gefiel das Spielen im Matsch genauso wie Emma. Langsam setzte die Flut ein und warmes Wasser umspülte uns. Wir kamen uns vor wie in einer Badewanne und nicht wie in der Nordsee :-)

Später gingen wir in eine nahegelegene Strandbar um eine Kleinigkeit zu essen. Emma und Timi machten es sich in einem Strandkorb bequem und schliefen ein. Brigitte und ich stießen unterdessen mit Spritz und Bier auf den schönen Urlaub an :-)

Nachdem die Zwerge ausgeschlafen hatten besuchten wir noch das Aquarium von Wilhelmshaven. Auch ein Spieleland, wo sich Emma austoben konnte, durfte nicht fehlen.

Am Abend gingen wir noch in der Nähe vom Hotel zum Essen und spielten zusammen Spiele :-)

6.Tag - Wattwandern in Schillig

Auch heute machten wir uns nicht den großen Stress. Nach dem Frühstück fuhren wir weiter in Richtung Norden. Entlang der Deiche mit tausenden von Schafen. Unser Ziel war durch Zufall der Strand von Schillig. Hier fanden wir einen herrlich Platz um im Watt zu wandern. Wir bauten unsere Strandmuschel auf und stapften durch das matschige Watt. Emma war begeistert im Schlamm zu buddeln. Wir fanden viele Muscheln und tote Krebse, die den Rücklzug bei Ebbe ins Meer nicht schafften.

Natürlich bauten wir auch noch eine riesige Strandburg. In der nahegelegenen Ortschaft fanden wir ein nettes Lokal, wo wir etwas aßen und auch ein Weizerl gab es für mich :-) Auch ein Eis fanden wir noch als Nachspeise, bevor es wieder zurück ins Hotel ging.

7.Tag - Neuharlingersiel & Spiekeroog

Nach dem Frühstück ging es auch heute gleich los. Wir fuhren wieder Richtung Norden bis zu dem kleinen Küstenstädtchen Neuharlingersiel. Idyllisch liegt der kleine Hafen mit seinen Kuttern hinter dem Nordsee-Deich. Die meist ziegelroten Häuser rahmen das Hafenbecken ein, blaue Straßenlaternen bilden einen reizvollen Kontrast: In Neuharlingersiel stimmt die maritime Kulisse. Die Krabbenkutter mit ihren großen Netzen sind für Touristen auf der Promenade zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Fotomotiv. Wir schlenderten durch das Örtchen zum langen Sandstrand. Hier bauten wir wieder unsere Strandmuschel auf und marschierten auch gleich wieder durchs Watt los. Wir fanden Krebse und viele, viele Muscheln.

Lange konnten wir in Neuharlingersiel nicht bleiben, da um 12 Uhr unsere Fähre nach Siekerooge ablegte. Nach 45 Minuten Fahrt auf der vollgestopften Fähre erreichten wir auch schon die idyllische Insel Spiekeroog. Naturbelassen, urig und traditionsbewusst - das ist der Ruf, den Spiekeroog genießt. Die Ostfriesische Insel ist zwar nur 18 Quadratkilometer groß, bietet aber alles, was man für einen entspannten Urlaub braucht: einen 15 Kilometer langen Sandstrand, Dünen, Salzwiesen, ein Hallenbad sowie ein hübsches Inseldorf mit vielen gepflegten historischen Häusern. Auch hier schlenderten wir durch die schönen Straßen bis zum Strand am Nordufer. Da noch Ebbe war gab es für Emma Sand, Sand und nochmals Sand. Die kleine Maus war in ihrem Element und konnten in dem seichten Wasser planschen und Sand spielen. Heute baute Brigitte mit ihr eine Sandburg und Timi und ich vergnügten uns in der Strandmuschel :-) Als die Flut kam blieben trotzdem noch Sandbänke frei, die wir durch das knietiefe Wasser erreichen konnten. Den schönen Strandtag und das herrliche Wetter nutzten wir voll aus.

Zurück am Festland, gab es noch eine Pizza zum mitnehmen und ein Bierchen, das wir am nahegelegenen Spielplatz verdrückten. Erst dann traten wir die Rückfahrt an.

8.Tag - Heimfahrt

Nach dem Frühstück packten wir mal wieder alles ins Auto und unsere lange Reise über 800 km nach Hause konnte beginnen. Nach über 5 Stunden und 400 Kilometern machten wir in der Nähe von Kassel an einem Badeweiher halt. Wir planschten in dem kühlem Nass und machten Brotzeit. Erst dann fuhren wir weiter. Leider kamen wir von einer Baustelle und Stau zur nächsten Baustelle und Stau. Erst um 23 Uhr erreichten wir Schwarzach. Unsere Zwerge waren sehr tapfer, aber froh die lange Fahrt überstanden zu haben...

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