22. Juni: Fahrt Lyngdal bis Jossang (270 km)

Das Wetter sah vielversprechend aus. Die Sonne schien schon in der Früh und es war ziemlich warm. Um kurz nach 8 Uhr machten wir uns wieder auf die Reise. Von unserem Campingplatz in Lyngdal fuhren wir Richtung Norden auf der E39 bis nach Flekkefjord. Dort bogen wir dann auf die kurvige aber landschaftlich reizvollere Küstenstraße 44 ab. Immer wieder hielten wir an Aussichtspunkten wo wir einen herrlichen Blick auf einen Fjord oder Berge und Täler hatten. Einen super Blick hatten wir auch am Jossingfjord, welcher auch historisch sehr interessant war. Hier wurde die Altenmark ein deutsches Versorgungsschiff im Jahr 1940 gekapert und englische Gefangene befreit.

Fahrt zum Jossingfjord:

Fahrt nach Stavanger:

Auf der Straße 44 ging es immer weiter an der Küste entlang. Teilweise hatten wir sehr enge Straßen mit Steigungen und auch wieder ebene Landschaft, die an die deutsche Nordseeküste erinnerte.

Impressionen der Fahrt:

Stavanger Stadtbesichtigung:

Bild

Start der Stadtbesichtigung

 

Kurz vor Mittag erreichten wir dann Stavanger, wo wir uns ein zentrumsnahes Parkhaus suchten und einen Stadtrundgang begannen. Leider sah es nach Regen aus. Zuerst besuchten wir den St. Svithun Dom aus dem Jahr 1125. Der Dom gilt als einzige Kirche des Landes mit mittelalterlicher Grundstruktur. Im Hafen stand ein Kreuzfahrtschiff von Fred Olson. Weiter ging es dann in das Gamle Stavanger (Alt-Stavanger). Das Viertel besteht aus 173 teilweise über 200 Jahre alte Holzhäuser, die mit Blumen verziert sind. Wir marschierten dann zum Valbergtärnet, einem ehemaligem Brandwachturm aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. In einem gemütlichen Cafe gab es dann Heiße Schokolade und Kaffee. Nach einem Bummel durch die Geschäfte ging es wieder zurück zum Parkhaus und wir machten uns auf den Weg Richtung Preikestolen, eine 600 Meter steil abfallende Fjellkante.

Impressionen aus Stavanger:

Wanderung zum Preikestolen:

Leider fing es zu Regnen an und wir hatten schon Angst die Wanderung auf den Felsen würde buchstäblich ins Wasser fallen. Zuerst mussten wir auf der Straße 13 den Hogsfjord mit einer Fähre (11 Euro) überqueren und dann Richtung Sand fahren. Die Abzweigung zum Preikestolen war nicht zu übersehen. Wir mussten ein paar Serpentinen nach oben fahren, bis wir am Parkplatz (12 Euro) ankamen. Der Regen hatte nachgelassen uns so starteten wir in Wanderausrüstung unseren Aufstieg. Gleich steil ging es nach oben. Der Regen hatte auch ganz aufgehört und teilweise kam die Sonne heraus. Der Weg ging 340 Höhenmeter, 3 Kilometer über Steine, Holzplanken und Pfade nach oben. Immer wieder hatte man eine herrliche Aussicht auf den Lysefjord.

Fotos der Wanderung

Viele Wanderer waren schon wieder nach unten unterwegs, da wir ja erst um 16 Uhr starteten. Nach 1 ½ Stunden standen wir auf dem Preikestolen, zuerst als einzige Besucher und dann kamen noch ein paar Wanderer. Die Aussicht war fabelhaft. Wir trauten uns auf dem Bauch, hinunter in den Abgrund mit etwas mulmigem Gefühl zu sehen. Es ging senkrecht 600 Meter sehr spektakulär in die Tiefe. Wir machten ein paar super Fotos auf der Felskanzel, bevor wir uns wieder an den Abstieg über den gleichen Weg machten.

Auf dem Preikestolen:

Abstieg und Übernachtung:

Leider fing es dann stark zu regnen an und wir wurden total durchnässt. Um kurz nach 19 Uhr kamen wir wieder am Auto an und mussten uns zuerst einmal umziehen. Wir fuhren dann nur eine Ortschaft weiter nach Jossang, wo wir privat eine kleine Hütte im Garten eines älteren Ehepaars für 400 Noks bekamen. Das Abendessen gab es vom Supermarkt und auch dieser Tag in Norwegen war einsame klasse.

Route 6. Tag (Maus auf Grafik zum Vergrößern)

 

Weiter zu Tag 7:

Teaserbild

Um 7 Uhr klingelte der Wecker. Frühstück in unserer „Hytter“ war angesagt. Um 8 Uhr waren wir dann auch schon wieder auf der Piste. Leider regnete es, aber der Wetterbericht meldete diesen Tag noch besser, was auch eintraf. Wir fuhren unsere Straße 13 weiter nach Norden. Bei Hjelmelandsvagen mussten wir mit der Fähre nach Nesvik übersetzen. Der Regen ließ schon etwas nach.

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