Tagesausflug vom Gardasee nach Verona:

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Arena von Verona

 

Vormittag besuchten wir noch den Freizeitpark Gardaland im Süden des Gardasees. Nur 30 Minuten entfernt liegt die wunderschöne Stadt Verona. In der Nähe des römischen Amphitheaters konnten wir Spätnachmittag unser Auto in einem Parkhaus abstellen. Mit dem Auto ist es kein Problem in die Innenstadt zu fahren, da die Parkplätze sehr gut ausgeschildert sind.
Verona ist weltberühmt als Ort der Opernfestspiele, die jährlich im Juli und August unter freiem Himmel in der Arena stattfinden. Scharen pilgern auch wegen der großen Fülle von Kunstschätzen und Denkmälern nach Verona. Unsere Besichtigungstour führte uns im Schnelldurchgang durch die historische Stadt, da wir nur bis zum Sonnenuntergang Zeit hatten.
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Vor der Arena Blick zur Bühne

Piazza Bra und Arena:

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Piazza Bra

 

Unser Rundgang startet an der Piazza Bra, die mit der Arena in ihrem Zentrum einer der meist besuchten Plätze ist. Wir betreten die Piazza von Süden her durch die Portoni della Bra, ein doppelbogiges Stadttor mit einem Turm. Palazzi mit Fresken, Bogenfenstern und hübschen Balkonen rahmen die Piazza Bra, an der sich Cafes und Restaurants aneinander reihen. Wir besuchten als erstes das römische Amphitheater, das im 1. Jh. n. Chr. errichtet wurde. Es ist nach dem Kolosseum in Rom und der Arena in Capua das drittgrößte Bauwerk für Gladiatoren- und Tierkämpfe. Es ist eine Spielstätte der idealen Maße und ihre Größe ist Zeuge für die historische Bedeutung Veronas. Heute ist es ein Ziel für alle Opernfreunde, die die besondere Mischung aus Klassik, Prunk und italienischem Flair schätzen. Seit 1913 werden hier jedes Jahr im Sommer die beliebten Opernfestspiele aufgeführt.
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In den Gewölben der Arena Enge Gassen

Romeo, Julia und die Piazzas:

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Der berühmte Balkon

 

Von der Arena aus gingen wir durch kleine, gemütliche Gassen Richtung Nordosten zur Casa di Giulietta. Hier im Innenhof soll sich die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia abespielt haben. Vor 700 Jahren in nur wenigen Tagen lebten die Beiden ihre junge und leidenschaftliche Liebe. Sie endete so tragisch, dass sie Generationen von Verliebten im Gedächtnis blieb. Die Besucher traten sich hier buchstäblich auf die Zehen. Jeder wollte den berühmten Balkon fotografieren. Eigentlich war er nichts besonderes, nur die Souvenirläden stapelten sich. Wir gingen weiter zur Piazza delle Erbe, die den Mittelpunkt der Altstadt bildet. Historische Fassaden aus verschiedenen Jahrhunderten umgeben die Piazza delle Erbe, Marktplatz und Versammlungsort der mittelalterlichen Stadtrepublik. Hier steht der Räpresentations - und Versammlungsbau der Stadtrepublik, der Palazzo del Comune. Durchgang zur Piazza dei Signori gegenüberliegenden Schmalseite des Platzes stehen der wuchtige, an römische Barockbauten erinnernde Palazzo Maffei von 1668 und der mittelalterliche Uhrturm Torre del Gardello aus dem 14. Jahrhundert. Davor ragt eine Marmorsäule mit dem geflügelten Markuslöwen empor. Die mittelalterlichen Bürgerhäuser der Casa dei Mazzanti mit ihren Fresken begrenzen den Platz nach Osten. Im Zentrum thront über einem antiken Brunnenbecken die schon bald nach der Errichtung im 14. Jahrhundert zum Symbol der Stadt gekürte "Madonna Verona". Wir besuchten noch weitere kleinere Plätze und natürlich die Piazza dei Signori. Mit befestigten Privatpalästen hatten die Scaliger die Piazza dei Signori mit dem Denkmal Dantes (von Zannoni) umbaut. Kommt man von der Piazza delle Erbe, passiert man den Palazzo dei Giudici. In dem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert walteten die venezianischen Richter einst ihres Amtes. Rechter Hand stehen der romanische Palazzo del Comune von 1194 mit dem 83 m hohen Torre dei Lamberti sowie der Justizpalast von 1365.

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Piazza delle Erbe Piazza dei Signori

Von Sant Ànastasia zum Dom:

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Sant`Anastasia

 

Noch etwas weiter im Norosten trafen wir auf die größte gotische Kirche Veronas, Sant`Anastasia. Sie wurde ab 1290 als Klosterkirche der Dominikaner errichtet und erst 1481 vollendet. Ihre Fassade blieb unvollendet. Der dunkle, von hohen Marmorsäulen dreischiffig aufgeteilte Innenraum ist jedoch reich ausgestaltet. Ein farbiger Fußboden und ornamentale Gewölbeausmalungen prägen das Bild. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehören einige Fresken und die Gräber einst populärer Veroneser Persönlichkeiten. Bekannt sind die Weihwasserbecken am ersten Säulenpaar, die von zwei berühmten Renaissancefiguren, den "due gobbi" getragen werden. Kurz hinter der Kirche erreichten wir den Fluß Etsch wo wir einen herrlichen Blick auf das Castel S. Pietro hatten. Am Ufer entlang erreichten wir dann weiter nördlich den Dom Santa Maria Matricolare. Dieser wurde im Jahre 1187 geweiht und vereint sowohl romanische als auch gotische Bestandteile. Bekannt ist vor allem das Portal von Nicolò mit seinen zeitgenössische romanische Steinmetzarbeiten; im Innenraum sind es die Fresken von 1500, das Altargemälde von Tizian und die 1122 bis 1135 erbaute romanischer Taufkapelle. Neben der Chorpartie des Doms führt ein Tür zur Taufkirche S. Giovanni in Fonte. In der dreischiffigen Basilika steht das berühmte romanische Taufbecken, gehauen aus einem einzigen rosafarbenen Marmormonolith.

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Blick zum Castel S. Pietro Der Dom S. Maria Matricolare

Vom Dom zum Castelvecchio:

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Am Etschufer

 

Weiter am Etschufer entlang spazierten wir an der Uferpromenade Richtung Süden am Palazzo Canossa vorbei zum Castelvecchio. Die 1355 unter Cangrande II. erbaute Burg der Herren della Scala an der Etsch und die mit Zinnen bekrönte Festungsbrücke sind architektonische Meisterwerke. Zweck des Castelvecchio und der Ponte Scaligero war es, den Fluchtweg der Scaliger zum anderen Ufer der Etsch zu sichern. Die dreibögige Ponte Scaligero war zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1356 mit einer Hauptspannweite von knapp 49 m die größte Segmentbogenbrücke der Welt. Die Burg beherbergt heute ein Museum mit Werken der Veroneser Malerei und Skulpturen aus dem Mittelalter. Wir besichtigten den Innenhof, die herrliche Brücke über die Etsch und machten uns dann wieder auf dem Weg Richtung Osten zur Arena. Auf der Piazza Bra angekommen, gab es noch ein leckeres Abendessen in einem der Lokale. Kurz vor dem Dunkelwerden fuhren wir wieder los Richtung Gardasse, wo unsere Unterkunft war.

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Castelvecchio Blick vom Castelvecchio

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Stadtplan:

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